Eine Geschichte zum Weiterschreiben

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3 Jahre 2 Monate her #1 von Toffifee
Hallo Leute,

wir haben uns überlegt, dass es lustig wäre, einfach mal eine eigene Geschichte zu schreiben, wo jeder seinen Senf dazu geben kann. Macht doch alle mit!! :D Ich fange dann mal an:

Hallo, mein Name ist Stefan. Ich bin 25 Jahre alt und wohne in Unna. Vor ein paar Tagen habe ich etwas unglaubliches erlebt und wollte es euch mal erzählen. Ich habe nachmittags eine neue Weedsorte von meinem Kumpel bekommen. "Boah geil" dachte ich und ging nach Hause, wo ich mir schließlich eine Pizza bestellte, den Fernseher anmachte und begann ein Tütchen zu drehen. Bis dahin wusste ich noch nicht, was mich erwarten würde.......
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3 Jahre 2 Monate her #2 von PeggySue
das tütchen fertig gedreht, wollte ich es anzünden, als es an der tür klingelt.
man ist der pizzadienst heute schnell. ob die pizza wohl kalt wird, wenn ich erst noch eben die tüte rauche?
erstmal bezahlen und wieder aufs sofa, wenigstens kurz in den karton schauen und ein stück rand klaue.
so ein mist, die bestellung wurde vertauscht, jetzt habe ich schinken auf meiner pizza.
eigentlich würde ich es ja trotzdem essen, aber ich habe meiner freundin zuliebe gesagt, ich würde kein fleisch mehr essen.
vielleicht doch erstmal die tüte rauchen, und danach drüber nachdenken? ...
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3 Jahre 2 Monate her #3 von Merlin Kauczor
Also rief er laut "Zündung!" und feuerte an. Schon nach dem ersten Zug fühlte er sich viel klarer, und er fragte sich, wie er jemals Fleisch essen konnte. Nach dem dritten Zug war ihm, als ob die Seelen der Schweine alle in seinem Wohnzimmer standen. Er griff zum Telefon, wählte die Nummer vom Pizzaservice, und als jemand ranging, rastete er komplett aus...
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3 Jahre 2 Monate her #4 von Knollo
...Nachdem Stefan seinem Ärger Luft gemacht und aufgelegt hatte, schmiss er sich auf das Sofa. Der Joint war längst zu einem Stummel verkommen, den Stefan nicht ohne geringschätzenden Groll vorbei an Zigarettenresten und Asche in den fahlgrauen Boden das Aschenbechers drückte. Aus dem Fernseher quoll die übliche Mischung aufgeregter Langeweile des Privatfernsehens, unterbrochen lediglich von nervend ernst gemeinter Werbung.
Die spärliche Nachmittagssonne tropfte durch ein kleines Loch im zugezogenen Vorhang auf das Sofa und bildete dort einen kleinen See, über dem Staubpartikel in der Luft zu tanzen schienen. Mit nachlassendem Ärger beobachtete Stefan eine zeitlang dieses Schauspiel. Es brachte ja doch nichts einen unterbezahlten Angestellten am Telefon anzubrüllen, der wenn überhaupt nur ein ganz kleines Rad im Getriebe der industriellen Verwertung von Leben war. Mit einem seufzenden Fluch flog die Pizzaschachtel samt Inhalt in den Mülleimer und Stefan ging zum Kühlschrank.

Der Inhalt des kleinen blauen Kühlschranks war überschaubar. Neben einem schon angebrochenem Glas Spreewälder Gurken lagerte lediglich ein bereits kläglich aussehender Kanten Emmentaler in seiner schon sehr zerrissenen Plastikverpackung, im Stockwerk darunter befand sich außer drei Flaschen Bier einer regionalen Brauerei nur noch eine Knoblauchzehe, die Stefan eher aus sentimentalen Gründen dort beließ. Er fingerte sich eine Flasche Bier heraus und öffnete sie mit geübtem Griff. Während noch die kühle herb schmeckende Flüssigkeit langsam seinen Rachen hinunter floß, durchzuckte und elektrisierte ihn ein Gedanke..........
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3 Jahre 1 Monat her #5 von Toffifee
"Oh nein, ich habe dem guten Pizzajungen totales Unrecht getan. Wird er mir das verzeihen können? Wird er das zu persönlich nehmen? Wird er jetzt vielleicht seinen Job aufgeben? Was ist, wenn er dann kein Geld mehr verdient und pleite geht? Hat er Familie? Vielleicht wird sie verhungern, wenn sie nicht mehr genug Geld haben..." Stefan hatte nun das dringende Bedürfnis, sich zu entschuldigen und das Schicksal dieses armen Mannes zu retten. Er könnte es sich nie verzeihen, aufgrund seines unangemessenen Verhaltens ein ganzes Leben einer jungen Familie zu zerstören. Er zog sich die Jacke an, holte seinen Autoschlüssel und wollte losfahren. Jedoch sah er nun den Stummel des Jointes in dem Aschenbecher und die angenippte Bierflasche. "Ich nehme doch besser das Fahrrad"....
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2 Jahre 11 Monate her #6 von Knollo
...Stefan stieg in den Fahrradkeller seines alten Mietshauses hinunter. Ein fauliger Geruch empfing ihn schon auf den letzten Stufen zu den Katakomben seines Domizils. Im Fahrradkeller nahm er sein, bereits in die Jahre gekommenes, Rennrad von der Aufhängung an der Decke und schleppte es die Stufen bis zum Ausgang des mausgrauen Gebäudes hinaus. Die Sonne blendete ihn. Gleichzeitig vertrieb sie die dunklen Gedanken und Schlussfolgerungen. Was machte schon ein enthemmter Anruf beim Pizzaservice aus, wo doch ständig jemand durchzudrehen schien heutzutage. Der Gedanke zum Pizzaservice zu radeln um sich zu entschuldigen nahm rapide an Attraktivität ab. Stattdessen schien doch eine kleine Radtour, etwa zu einem See oder Fluss viel lohnenswerter. Noch überlegend seinen Blick prüfend auf sein Fahrrad gerichtet hörte Stefan plötzlich in der Ferne eine vertraute Stimme. .....

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